antifa.recklinghausen http://antifarecklinghausen.blogsport.de Mon, 23 May 2011 07:57:35 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 36 Schreckgespenster ziehen durch unsere Stadt http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/23/36-schreckgespenster-ziehen-durch-unsere-stadt/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/23/36-schreckgespenster-ziehen-durch-unsere-stadt/#comments Mon, 23 May 2011 07:56:36 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/23/36-schreckgespenster-ziehen-durch-unsere-stadt/ Gegen den für Samstag, den 14.05. angekündigten Aufmarsch von Neonazis haben wir in einem antifaschistischen Bündnis zu Protesten aufgerufen. Durch unsere Recherche- und Pressearbeit haben wir die als „Bürgerinitiative gegen Kindesmissbrauch“ firmierenden Organisator_innen des Aufmarsches als auch auch ihre Forderungen als neonazistisch enttarnt und den Missbrauch der Interessen der Opfer von sexueller Gewalt skandalisiert. Verschiedene Initiativen von der Stadt bis zur Kirche als auch wir als autonome Antifaschist_innen organisierten daraufhin Gegenaktivitäten in der Recklinghäuser Innenstadt. Nach einwöchiger Mobilisierungszeit unsererseits fanden sich dann etwa 70 Antifaschist_innen am Treffpunkt der Neonazis, dem Recklinghäuser Hauptbahnhof, ein, um sie gebührend zu empfangen. Entgegen der restlichen Akteur_innen an diesem Tag war für uns klar, dass wir unseren Protest direkt an die Nazis tragen und ihren Aufmarsch soweit als möglich erschweren wollten.

Einige Neonazis, die Antifaschist_innen an unserem Treffpunkt provozieren und bedrohen wollten, bekamen dann auch gleich die Quittung dafür, noch bevor sich der Aufmarsch der Nazis an einem mickrigen Parkplatz neben dem Hauptbahnhof unter starken Polizeischutz sammelte. Die Neonazis konnten dabei nur ein ebenso mickriges Aufgebot von 36 Schreckgespenstern mobilisieren, die fast ausnahmslos aus dem Spektrum der organnisierten Neonazis und ihrem subkulturellen Milieu stammen. (Bildergallerie) Das Ziel, über diesen Kreis hinaus „Bürger“ zur Teilnahme am Aufmarsch zu bewegen, indem man die eigenen Forderungen bewusst abschwächte und Hinweise auf die neonazistische Herkunft der „Bürgerinitiative“ unterlies, erwies sich hier bereits als grandios gescheitert. Wir führen dies auf unsere Arbeit im Vorfeld des Naziaufmarsches zurück. Immerhin hatten sich in einer Facebook-Gruppe, in der der Aufmarsch organisiert wurde, über 100 Personen nicht nur aus dem rechtsradikalen Milieu vernetzt, ihre Sympathie für die Ziele der Gruppe und ihre Teilnahme am Aufmarsch bekundet, bevor die Gruppe auf antifaschistische Intervention vom Betreiber gelöscht wurde.
Unter starkem Polizeischutz marschierten die Neonazis dann unter Fahnen der NPD einmal die kurze Strecke in die Innenstadt und verlasen ihre peinlichen Reden über ein kleines, kaum verständliches Fußball-Megaphon. Die geplante echte Demonstration durch die Recklinghäuser Innenstadt sagten die Neonazis aufgrund ihres winzigen Aufgebotes, das sie nun im Internet mit ebenso peinlichen Ausreden rechtfertigen, ab, machten kehrt und marschierten zurück zum Bahnhof. Flankiert wurden sie die ganze Zeit über von Antifaschist_innen, die die Ortskenntnis gegen die teilweise auswärtigen Polizist_innen ausnutzten und die Nazis aus vielen Geschäftseingängen, Seitenstraßen und auf dem Platz des alten Marktes selbst gebührend begleiteten und die „Kundgebung“ störten. Außerdem wurden mehrere hundert Flyer an Passant_innen verteilt, die über die Ziele der Neonazis aufklärten, den Missbrauch der Opferinteressen skandalisierten und den Strafsehnsüchten der Neonazis eine Perspektive auf sexuelle Selbstbestimmung entgegensetzten.
Die abgestellten Polizist_innen setzten die Protestierenden dabei unverhältnismäßiger Gewalt aus, um den Aufmarsch der Neonazis durchzusetzen. Mehrere Personen erlitten Faustschläge oder sogar eine Kneifattacke im Brustbereich. Außerdem wurden Hunde gegen die Protestierenden eingesetzt, teilweise ohne Maulschutz. Mehrere Gruppen von Antifaschist_innen wurden von der Polizei festgesetzt und mit einem Platzverweis der Innenstadt verwiesen. Wir protestieren aufs Schärfste gegen diesen Ausbruch der Gewalt, die teilweise eben nicht mehr der Durchsetzung der Versammlungsfreiheit, sondern der gezielten körperlichen Verletzung von Demonstrierenden und ihrer Einschüchterung dienen sollte!

Eine Woche nach dem Aufmarsch ist unsere Analyse des letzten Wochenendes, dass die Neonazis mit ihrer „Intiative gegen Kindesmissbrauch“ einen neuen Meilenstein in ihrem Niedergang in Recklinghausen gesetzt haben. Viele Recklinghäuser Neonazis nahmen am Aufmarsch garnicht erst teil, der absolute Großteil der im nördlichen Ruhrgebiet aktiven „Autonomen Nationalist_innen“ boykottierte ebenfalls die Aktion. Marler Neonazis, die noch Anfang 2010 etwa 200 Neonazis zum selben Thema zu einem Aufmarsch in ihre Stadt locken konnten, ließen sich genausowenig blicken. Das bloß noch im Internet unter dem Namen „Nationaler Widerstand Recklinghausen“ auftretende Überbleibsel der einstigen parteifreien Recklinghäuser Neonazis äußerte sich bis heute erst garnicht zu der Aktion. Den Kern der Organisation bildete hingegen die Dattelner NPD-Frau Marion Reinert zusammen mit dem Rest der „Autonomen Nationalisten Haltern“, die mittlerweile weitestgehend aus den Kreisen der „Autonomen Nationalist_innen“ im nördlichen Ruhrgebiet ausgegrenzt sein sollten. Ob es sich für die von antifaschistischem Widerstand in Haltern am See geplagten Nazis lohnte, wieder mal nach längerer Abstinenz ihren neonazistischen Wahn in den Wald zu rufen, wird sich zeigen.

Wir schließen daher unsere Aktivitäten gegen den Neonaziaufmarsch am 14.05. in Recklinghausen als vollen Erfolg ab. Wir konnten innerhalb von einer Woche viele entschlossene Antifaschist_innen dazu mobilisieren, sich trotz des schwierigen Themas den Neonazis aktiv in den Weg zu stellen. Wir haben die Pläne der Neonazis, als „Wolf im Schafspelz“ aufzutreten, konsequent unterbunden. Wir haben auf Flugblättern und in unserer Mobilisierung die Aufmerksamkeit genutzt, zumindest sehr kleine Akzente hin zu einer richtigen, das heißt feministischen Kritik des Interesses der Nazis am Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs als auch zum Thema selbst zu setzen. Zuletzt standen sich die Neonazis dann selbst im Weg.

Bündnis „Wer am lautesten brüllt…“, antifa.recklinghausen, Mai 2011

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Nachtrag Thilo Sarrazin am 3. Mai in Waltrop http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/23/nachtrag-thilo-sarrazin-am-3-mai-in-waltrop/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/23/nachtrag-thilo-sarrazin-am-3-mai-in-waltrop/#comments Mon, 23 May 2011 07:22:29 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/23/nachtrag-thilo-sarrazin-am-3-mai-in-waltrop/ Zum Sarrazin-Auftritt Anfang Mai hat die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung einen Artikel veröffentlicht, der sich mit den neusten Entwicklungen um Sarrazin, den Auftritt in Waltrop sowie Rassismus und Sozialdemokratie beschäftigt. Daher an dieser Stelle ein Verweis auf den bsz-Artikel Sozialdemokratische Meinungsvielfalt.

Bereits am 25. Mai gehts weiter in der bundesweiten Antifa-Kampagne gegen Auftritte Sarrazins. In Aachen will der rassistische SPD-Politiker mal wieder sein Buch „vorstellen“. Aachener Antifas rufen unter dem Motto „Kein Raum für rassistische Hetze!“ zu Gegenaktivitäten auf. Antirassistische Grüße nach Aachen!

Ihre Meinung zu Sarrazin haben autonome Antifaschist_innen aus dem nördlichen Ruhrgebiet in einem Flugblatt gegen die Waltroper Veranstaltung zusammengefasst. Der Text des Flyers:

Thilo Sarrazin in Waltrop ? Wider den rassistischen Normalzustand !

Heute, am Dienstag den 3. Mai stellt Thilo Sarrazin sein Buch “Deutschland schafft sich ab” in der Waltroper Stadthalle vor. Schon in den Monaten vor der Veröffentlichung seines nun diskutierten Buches Mitte 2010 provozierte Sarrazin durch bewusst unsachliche und provokative Äußerungen gegenüber HartzIV-Empfängern und (muslimischen) Migranten. Der Länge des Flugblattes wegen widmen wir uns im folgenden nur dem Thema des Rassismus gegen muslimische Migranten, weisen aber auf Parallelen zur „Unterschichtendebatte“ und die Äußerungen Sarrazins gegen HartzIV-Empfänger hin, wenn er in ihrem Zusammenhang von „ökonomischer Unbrauchbarkeit“ spricht. Auch die antisemitischen Implikationen einer von ihm geäußerte genetischen Deklarierung des Jüdischen, gerade weil er sie darin nicht als minderwertig, sondern überdurchschnittlich intelligent bezeichnet, würden den Rahmen eines Flugblattes weit sprengen.

In seinem Buch wird stets eine Bedrohung „deutscher“ Kultur, die sich gegen „patriarchale“,, „gewalttätige“ und „integrationsunwillige“ Muslime verteidigen müsse, gezeichnet. Dass es aber ausgerechnet die deutsche Gesellschaft sein solle, die nicht anhand des Kriteriums des Patriarchalen und der Gewalttätigkeit kennzeichenbar sei, sollte stutzig machen. Auch in Deutschland ist Gewalt Bestandteil der Alltäglichkeit, strukturell in Form des staatlichen Gewaltmonopolisten, der Identitäten und Zuschreibungen, mit denen sich die Menschen täglich begegnen, im Leistungs- und Konkurrenzzwang, dem ständigen Kampf auf oder außerhalb des Arbeitsmarktes, sexueller Gewalt in der Ehe, in der Disco und im trauten Heim oder konkret in zyklisch wiederkehrenden rassistischen Pogromen wie 1992 in Rostock- Lichtenhagen oder 2007 in Mügeln. Es geht Sarrazin nicht um eine wie auch immer „neutrale“ Schilderung eines Sachverhalts in wissenschaftlichem Anspruch, sondern um aktive Politik im Sinne von Stimmungsmache, Polarisierung und Schwarz-Weiß-Malerei. Insbesondere einem, der seinerzeit ins politische Schlaglicht gerückt war, weil er sich Zwangsprostituierte (also Menschen mit einem „Migrationshintergrund“, der niemandem zu wünschen ist) auf sein Hotelzimmer bestellte, trotzdem nun aber von den Muslimen als patriarchal spricht, sollte man diese Nummer nicht so einfach abnehmen.

Seine Argumentationsmuster passen dabei bestens in die bereits bestehenden rassistischen Diskurse gegen Muslime, denen eine grundsätzlich von der “europäischen“, „jüdisch-christlichen Kultur“ unterschiedliche „Wesensart“ attestiert wird. Dabei haben gerade die Deutschen und ihre kleinstaatlichen Vorgänger eine weltweit beispiellose Serie an kriegerischen Auseinandersetzungen mit eben diesen Europäern und in der Shoah die Singularität des antisemitischen Massenmordes hervorgebracht. All dies soll aber nun, laut rassistischem Diskurs, Bestandteil einer „originär muslimischen Kultur“sein. Sie wird in biologistischer, das heißt auf eine Rassenlehre, die sich auch der Nationalsozialismus zu eigen machte, zurückgehende Tradition als genetisch und unveränderlich gezeichnet. Das heißt, es wird zwischen Kultur und „Biologie“ nur insofern taktisch unterschieden, als es der eigenen politischen Meinungsmache dienlich ist. Die Muslime werden von weiten Teilen der deutschen Mehrheitsbevölkerung primär mit vormodernen Eigenschaften in Verbindung gebracht, worüber diese sich wiederum als aufgeklärt und tolerant inszenieren können. Die den Muslimen angehangenen Eigenschaften sind dabei in Wirklichkeit solche, die den Deutschen selbst (auch) anhaften, wenn auch in anderer Ausprägung oder gesellschaftlicher Bedeutung. Ihr Rassismus ist nicht zuletzt Projektion. Sarrazins absurde Thesen stehen exemplarisch für einen weit verbreiteten, sich in dieser Form gegen Muslime richtenden Rassismus.

Doch die Diskusionen um soziale Ungerechtigkeit und gesellschaftliche Probleme im Allgemeinen stehen immer wieder unter dem Zeichen der Unschuld; nicht das kollektive Wir, sondern die Anderen, das Fremde trägt die Schuld. Sei es die Weltwirtschaftskrise, die in Deutschland als von amerikanischen Managern und Börsianern verschuldet diskutiert wird, oder eben am Beispiel der „Unterschichtsdebatte“, in der es leicht ist, den von Arbeitslosigkeit betroffenen die Schuld an ihrer Lage selbst zuzuschieben, wenn diese schon aus Gründen der Ausgrenzung von einer Teilnahme an der Diskussion über sie ausgeschlossen sind, sich gegen die Zuschreibungen nicht wehren können. In der Sarrazin-Debatte äußert sich das, was man gemeinhin “Stammtischrassismus” nennt, wenn „Volkshelden“ (so selbst „Der Spiegel“ kritisch) wie Sarrazin oder Roland Koch endlich mal das aussprechen, was die Deutschen sowieso ständig denken, sich nur nicht auszusprechen trauen. Daher ist auch die Rede vom „Rechtsruck“ in der „Integrationsdebatte“ wenig hilfreich. Studien, die ein weitgehendes Hineinreichen eigentlich „rechtsextremer“ Denkmuster in die sog. „Mitte der Gesellschaft“ hinein feststellen veröffentlichen jährlich konstant hohe Zahlen in diesem Bereich. Die Deutschen rücken in ihren „Integrationsdebatten“ nicht nach Rechts, sondern es ist ihr kollektiver Rassismus, der sich zyklenartig artikuliert.

Wir haben das Buch nicht gelesen. Man muss nicht an jedem Haufen schnuppern, um zu wissen, wie Scheiße riecht.
Wider den rassistischen Normalzustand! Rassismus hat Struktur und Akteure!

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Neonazis wollen am 14.05. in Recklinghausen aufmarschieren! http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/06/neonazis-wollen-am-14-05-in-recklinghausen-aufmarschieren/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/06/neonazis-wollen-am-14-05-in-recklinghausen-aufmarschieren/#comments Fri, 06 May 2011 11:51:24 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/06/neonazis-wollen-am-14-05-in-recklinghausen-aufmarschieren/ Wie erst jetzt bekannt wurde, planen Neonazis aus dem nördlichen Ruhrgebiet unter dem Motto „Opferschutz statt Täterschutz!“ einen Aufmarsch gegen „Kinderschänder“ am 14.05. Treffen wollen sie sich um 14 Uhr am Recklinghäuser Hauptbahnhof. Die Neonazis verbergen sich in ihren Aufrufen hinter dem Namen „Bürgerinitiative gegen Kindesmissbrauch!“. Auf einer von Neonazis in sozialen Netzwerken ausgetauschten Mobilisierungs-Grafik fungiert die 35jährige Marion Reinert aus Datteln als presserechtlich Verantwortliche. Reinert kandidierte 2009 für die NPD im Wahlkreis Recklinghausen zur Bundestagswahl und ist vernetzt mit den örtlichen parteifreien Neonazis der gewaltbereiten „Autonomen Nationalisten“.

Mit dem Thema „Neonazismus und Pädophilie“ beschäftigte sich erst kürzlich die antifa.marl in einem Artikel. Dort geht es auch in drei aktuellen Fallbeispielen um die Doppelmoral von Neonazis, die in der Kameradschaft die „Todesstrafe für Kinderschänder“ fordern, um ihre eigenen sexuellen Neigungen zu verschleiern.
Den Neonazis darf die vermeintliche Sorge um sexuelle Selbstbestimmung nicht abgenommen werden. Es geht ihnen nicht um Schützen, sondern um Strafen, nicht um das individuelle Leid, sondern um die völkisch-ideologische Reproduktionsfunktion von Kindern. Es geht ihnen nicht um sexuelle Befreiung, sondern um autoritäre und kollektive Triebkontrolle.

Wir werden den Neonazis und ihren Sehnsüchten nach Strafe und starkem Staat unsere Perspektive auf sexuelle und politische Emanzipation antworten. Feministischer Antisexismus verteidigt körperliche, sexuelle und politische Integrität von Menschen, nicht die barbarische Selbstunterdrückung des zum Volk ausgerufenen Zwangskollektivs des Nationalsozialismus. Ein solcher Antisexismus ist notwendig radikal antifaschistisch.

Zeigen wir den Neonazis, was wir von ihrer heuchlerischen Sexualmoral halten! Haltet Augen und Ohren zur weiteren Entwicklung offen und beteiligt euch an den Gegenaktivitäten zum Neonaziaufmarsch am 14.05. in Recklinghausen!

Die Mobilisierung gegen den Aufmarsch läuft über die Internetadresse weramlautestenbruellt.blogsport.de

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Fans von „Die Bandbreite“ attackieren protestierende Antifaschist_innen http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/05/fans-von-die-bandbreite-attackieren-protestierende-antifaschist_innen/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/05/fans-von-die-bandbreite-attackieren-protestierende-antifaschist_innen/#comments Thu, 05 May 2011 18:30:34 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/05/05/fans-von-die-bandbreite-attackieren-protestierende-antifaschist_innen/ Autonome Antifaschist_innen haben anlässlich des von der antifa.recklinghausen skandalisierten Auftritts des HipHop-Duos „Die Bandbreite“ auf der Eröffnungsfeier der Recklinghäuser Ruhrfestspiele am 01. Mai gegen die von der Band verbreiteten kruden Verschwörungstheorien, Antiamerikanismus und Antizionismus protestiert. Nach unseren Informationen postierten sich die Protestierenden mit einem Transparent, einer Fahne der USA und einer Fahne des Staates Israel in die Nähe des Auftrittsortes. Als die Bandbreite-Gegner_innen von Fans der Combo bemerkt wurden, gingen diese auf die Antifaschist_innen zu. Dann wurde versucht, Transparente und Fahnen zu entwenden, indem sie die Antifaschist_innen körperlich attackierten. Dies hatte eine kleine Rangelei zur Folge, in deren Verlauf sich gegen die Angreifer_innen gewehrt und die entwendeten Utensilien zurück in den Besitz der Protestierenden gebracht werden konnten. Außerdem griffen zusehende Besucher_innen ein und drängten die Angreifer_innen teilweise zurück.

Über das Internet lies die Band noch am Abend verlauten: „Antideutsche gehen gewaltsam in Recklinghausen gegen Bandbreite-Fans vor! Weitere Infos und Bildmaterial wird nachgeliefert!“. Zwei Stunden später hieß es dann: „Wir möchten allen unseren Fans danken, die uns heute tatkräftig supportet haben. Mir ist zu Ohren gekommen, dass gegen einige von euch ungerechte Strafanzeigen ergangen sind. Bitte lasst uns das wissen! Wir werden euch auf jeden Fall unterstützen und euch solidarisch zur Seite stehen. Uns liegt auch Bildmaterial über die tätlichen Angriffe vor, für den Fall, dass ihr selbst Strafanzeige erstatten möchtet“.
Einer Ankündigung vom 01. Mai, besagtes Material in einem Blog-Eintrag über die vermeintlichen tätlichen Angriffe gegen ihre Fans am Folgetag zu veröffentlichen, kam die Band dann nicht nach. Die Ankündigung wurde mittlerweile aus dem Internet entfernt. Auf dem Facebook-Profil der Bandbreite herrscht unterdessen wieder der Alltagswahn im Netzwerk der Verschwörungssekten und Infokrieger_innen.

Eine Antwort auf das Protestschreiben der antifa.recklinghausen hat es von den Verantwortlichen der Ruhrfestspiele zwischenzeitlich nicht gegeben, die Band konnte bekanntlich ohne Probleme auftreten. Es ist nicht das erste mal, dass der Auftritt der Band auf einer vom DGB organisierten Veranstaltung für Unmut, insbesondere in den höheren Etagen der Gewerkschaft, sorgt. Es ist ein Skandal, dass der Recklinghäuser Gewerkschaftsverband nicht die Sensibilität besitzt, mit dem hinlänglich bekannten Problem richtig umzugehen und die Band auszuladen bzw. garnicht erst einzuladen.

Wir denken, dass die Angriffe der „Bandbreite“-Fans auf Gegendemonstrant_innen sehr deutlich machen, dass sich um die Band ein gewaltbereiter Unterstützer_innenkreis angesiedelt hat, der engeren Kreisen verschwörungstheoretischer Strömungen und Gruppen zugerechnet werden kann. Damit zeigt sich auch, dass die Skandalisierungen, die von Antifaschist_innen seit einiger Zeit immer wieder an den Auftrittsorten der „Bandbreite“ geleistet werden, auf der einen Seite einen Effekt der Isolierung innerhalb des HipHop bewirkt haben. Auf der anderen Seite erscheint die Unterstützung der Band für eingefleischte Verschwörungstheoretiker_innen dadurch besonders interessant. „Die Bandbreite“ haben sich in genau die Katzenecke bewegt, in die sie gehören.

Wir protestieren gegen körperliche Angriffe auf Antifaschist_innen und solidarisieren uns aus genau diesem Grund mit dem Anliegen, auch den Antizionismus und Antiamerikanismus der „Bandbreite“ und ihrer Fans ins Visier zu nehmen. Wir werden keine Tätlichkeiten dulden, egal welcher Strömung die Betroffenen zugerechnet werden oder sich zugehörig fühlen.

Einige weitere Auftritte im Ruhrgebiet sollen folgen:
Mitte Juni will die Band beim „15. Internationalen Pfingstjugendtreffen“ in Gelsenkirchen auftreten. Am 26.06. soll dann in Dortmund unter seinesgleichen beim UZ-Pressefest der DKP über die Hintermänner vom 11. September spekuliert werden. Auch die von der Band ausgehende Frauenverachtung dürfte dort Anklang finden: gilt den altlinken Stalino-Sekten des UZ-Pressefest doch Frauenbewegung nur dann als gelegen, wenn sie irgendwo in der dritten Welt stattfindet und sich nicht primär gegen patriarchale Strukturen und sexistische Gewalt, sondern das ökonomische Leid von Frauen in Entwicklungsstaaten und den vermeintlichen „Raubtierkapitalismus“ der USA oder den „Imperialismus“ der westlichen Industriestaaten richtet. Eine autonome und feministische Frauen(LesbenTrans*)bewegung hingegen wird hier als Spaltung von Arbeiterklasse und „revolutionärer Partei“ aufgenommen. Die Vergewaltigungsphantasien von „Die Bandbreite“ in den Songs „Miesmuschel“ und „Eingelocht“ dürften dort dementsprechend gut ankommen und dem weiblichen Publikum des UZ-Pressefest klarmachen, wo ihr Platz ist.

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Sarrazin kommt erneut ins nördl. Ruhrgebiet http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/04/30/sarrazin-kommt-erneut-ins-noerdl-ruhrgebiet/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/04/30/sarrazin-kommt-erneut-ins-noerdl-ruhrgebiet/#comments Sat, 30 Apr 2011 14:13:44 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/04/30/sarrazin-kommt-erneut-ins-noerdl-ruhrgebiet/ Am Dienstag, den 03. Mai soll in der Waltroper Stadthalle ab 19:30 Thilo Sarrazin erneut die Gelegenheit bekommen, seine platte rassistische Hetze dem geneigten deutschen Publikum vorzustellen. Obwohl die große Aufregung um seine Schrift „Deutschland schafft sich ab“ mittlerweile verflogen war, bieten auch die neusten Entwicklungen rund um den Salonrassisten genügend Stoff, sich dem Thema erneut zu widmen. Bereits am 04. November vergangenen Jahres demonstrierten Antifaschist_innen in Recklinghausen anlässlich einer Sarrazin-Veranstaltung lautstark ihren Unmut über die kultur- und ökonomierassistischen Provokationen Sarrazins. Zwischenzeitlich erregte seine Frau, Ursula Sarrazin, öffentliche Proteste. Sie arbeitete als Grundschullehrerin und war für ihre autoritären Methoden bei ihren Schüler_innen gefürchtet. Über die Eltern, die sich bei der Schule beschwert hatten, ließ sie dann in der Bildzeitung verbreiten, „zwei bis 3 Eltern türkischer Kinder“ würden „üble Nachrede“ gegen sie üben und verteidigte ihre Methoden. Infolge der weiteren Debatte quittierte sie dann ihren Dienst. Es bleibt zu befürchten, dass auch sie sich in einem Buch an die geneigte Öffentlichkeit wenden wird, um ihre rechten Ansschauungen zu Pädagogik, Autorität und „dumme Schüler“ zu verbreiten. Aktuell wurde nun das SPD-Parteiausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin eingestellt – er habe sich nicht diskriminierend gegen Migrant_innen geäußert.

Trotz dem Gezeter der Deutschen für oder wider Parteiausschluss, um „Diskriminierung“, ihren „Ja, aber“-Rassismus oder den Reaktionen linker Gutmenschen, die der „ökonomischen Überflüssigkeit“ von Migrant_innen ihre ökonomische Nützlichkeit für Deutschland gegenüberstellen: Wir wollen auf eine Perspektive der Befreiung von einer Ordnung, die Menschen in rassistische Kategorien einteilt, ihren gesellschaftlichen Nutzen bemisst und sie auf die vermeintlichen Sachzwängen des Marktes einpasst, pochen.

Deshalb rufen wir dazu auf: Kommt alle zu den Protesten gegen die neuerliche „Buchvorstellung“ von Thilo Sarrazin! Wider den rassistischen Normalzustand! Rassismus hat Struktur und Akteure!

Informiert euch lokal über die Treffpunkte der Anreise.

Autonome Antifaschist_innen aus dem nördlichen Ruhrgebiet, antifa.recklinghausen

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Eine Anmerkung zum Auftritt von “Die Bandbreite” http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/04/30/eine-anmerkung-zum-auftritt-von-die-bandbreite/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/04/30/eine-anmerkung-zum-auftritt-von-die-bandbreite/#comments Sat, 30 Apr 2011 08:00:10 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/04/30/eine-anmerkung-zum-auftritt-von-die-bandbreite/ Am 01. Mai findet bei den Eröffnungsfeierlichkeiten zu den Ruhrfestspielen am Recklinghäuser Ruhrfestspielhaus unter anderem auch ein Konzert mit der HipHop-Kombo “Die Bandbreite” statt. Die Ruhrfestspiele werden zur Hälfte von der Stadt Recklinghausen, zur anderen Hälfte vom Deutschen Gewerkschaftsbund veranstaltet. Vor dem Hintergrund des 1. Mai als Tag von Arbeitskämpfen sollen dort verschiedene Kunstformen, Sprachen und Kulturen zusammengeführt werden.

“Die Bandbreite” stehen diesem Anliegen fundamental entgegen. Die Duisburger Kombo, die sich selbst als “links” und “antifaschistisch” labelt und von der es in der Konzertankündigung heißt, sie sei “schwer politisch”, hat aus guten Gründen in vielen linken Läden Auftritts- und Aufenthaltsverbot. Ihre Lieder sind eine wirre Zusammenstellung aus Verschwörungstheorien, sexistischen Männerphantasien, Schwulenfeindlichkeit, der Relativierung des Nationalsozialismus und einem ständigen Einschlag des Antisemitismus. Ihre Auftritte provozieren immer wieder Proteste lokaler linker Gruppen, die die Veranstalter_innen darauf drängen, das Konzert mit der Band abzusagen, was auch manchmal gelingt. Dies ist auch unser Anliegen.

Zum Duktus der Band gehört es, sich in den Nimbus einer Verfolgung durch die Mächtigen zu stellen und von einer “Hexenjagd” gegen sie zu sprechen. So spielten sie unter anderem auf einer Tagung der verschwörungstheoretischen “Anti-Zensur-Koalition” in Chur (CH) des christlichen Fundamentalisten Ivo Sassek. Dort fand 2010 z.B. ein Vortrag über die “Geheimakte Hess” von Prof. Dr. Michael Vogt statt, der über die “gescheiterten deutsch-englischen Friedensverhandlungen” aufklären wollte. Nach Rechtsextremismus-Vorwürfen verlor Vogt, Mitglied diverser Burschenschaften, 2007 seine Stelle als Honorarprofessor beim Institut für Journalistik der Universität Leipzig. 2009, im Jahr des “Bandbreite”-Auftritts, ging es beim Referenten Harald Hauptmann um die “neue germanische Medizin” des Nazis Gerd Ryke Hamers, der unter anderem behauptet, dass die „Nichtjuden“ einfach „gezwungen“ werden, „weiterhin die jüdische Schulmedizin zu praktizieren“, während die Jüdinnen und Juden in den Genuss dieser „neuen germanischen Medizin“ kommen würden. “Die Bandbreite” zeigen sich mit diesen von vermeintlicher “Zensur” betroffenen Meinungen solidarisch, weil auch die gegen sie durchgesetzten Ausladungen eine “Zensur” seien.

In den Texten der Band geht es nicht minder zur Sache: Im Song “Demokraten” heißt es im selben Duktus:
„Fang nie­mals an mit fie­sen Fak­ten auf­zu­war­ten! Kri­ti­sier nie­mals is­rae­li­sche Greu­el­ta­ten. Denn De­mo­kra­ten, die las­sen sich nich alles bie­ten, du wirst erst zum An­ti-​Ame­ri­ka­ner und dann zum An­ti-​Se­mi­ten.“, im Song “Selbst gemacht” wird behauptet, die Anschläge des 11. September in den USA seien von der US-Administrationselbst durchgeführt worden wie auch der Angriff Japans auf Pearl Harbor, da die USA einen Grund gebraucht hätten, in den zweiten Weltkrieg eintreten zu können.
Im Song “Wir können auch anders” wird vom “Neoliberalismus” als der “Neuform des Faschismus” geredet und so der Nationalsozialismus relativiert, indem die Schuld an Weltkrieg und Shoah nicht den Nationalsozialist_innen, sondern mit den “Bonzen”, “Reichen” und der “Börse, dem Roulette der Fetten” der Kapitalseite zugerechnet wird. Heute organisiere sich also diese Kapitalseite, die damals den deutschen Faschismus in Gang gesetzt habe, eben als Neoliberalismus. Dort heißt es weiterhin:
„Krass, weil welt­weit Men­schen ver­re­cken. Doch wir sind hier, um euch auf­zu­we­cken, die fet­ten Heu­schre­cken auf­zu­schre­cken“. Kapitalisten “plätten Arbeitsplätze”, “Siemens will ins Ausland”, “Bonzen gehen über Leichen”, “Einer verdient auf Kosten vieler, weil Wohlstand deren Deal war” etc.
Bei “Trauerspiel” wird mit der HipHop-Szene abgerechnet und sich u.A. mit den Juden und Jüdinnen im 3. Reich verglichen: “Wir sind für Euch die Juden Eures 3. HipHop-Reiches, weil wir dat Business beherrschen und Euch dat Geschäft ja gleich ist.”

Im Lied “Miesmuschel” wird sich über eine Frau beschwert, die “leider richtig Kacke im Bett” sei. Nachdem der Sänger bemerkt, eine “Gummibraut hat nen besseren Hüftschwung” und er kriege “bei dir nichtmal ne Latte” gipfelt der Text in der Behauptung, der erlebte “schlechte Sex” sei einer Vergewaltigung gleich: “Beim Reiten quetscht du mir ein Ei zu Brei. Ich zeig dich an, ich ruf dich an ich ruf die Polizei. Dat sorgt bei denen für Erheiterung, Mir egal – denn ich plädier auf Vergewaltigung!”
Im Song “Eingelocht” gipfelt diese Frauenfeindlichkeit dann in einer Vergewaltigungsphantasie an einer Frau, die bildgewaltig beschrieben wird:
“Ne, ne, es tut dir weh, doch wir warten nich, wo ich doch so selten ma n harten krich. du bis nich artig und jetzt kommt deine Strafe, du kanns nicht erwarten, datt ich zärtlich mit dir schlafe.” Im Hintergrund wird eine Frau mit “Ey, Alter lass dass!” nachgeäfft und sich so über die Artikulation der Uneinvernehmlichkeit der Sexualhandlung auch noch lustig gemacht.

Zuletzt findet sich bei der “Bandbreite” auch das Motiv der Schwulenfeindlichkeit. Im Song “Kein Sex mit Nazis” heißt es, der „Füh­rer Adolf Hit­ler“ sei ho­mo­se­xu­ell ge­we­sen. Des­we­gen habe er es „es mit Ru­dolf Hess in nem Hotel“ ge­trie­ben. Da Hess nicht dau­er­haft zur Ver­fü­gung Hit­lers ge­stan­den und er „kei­nen Trost an Evas brau­nen Tit­ten“ ge­fun­den habe, sei er „stän­dig an­ge­pisst und auch so voll fa­na­tisch“ ge­we­sen. Denn, so zu­min­dest „Die Band­brei­te“: „Kei­ner von den Schwu­len da­mals woll­te Sex mit Nazis“. Die „Band­brei­te“ warnt ab­schlie­ßend vor „Sex mit Nazis“. Schließ­lich wür­den viele „Ge­fah­ren hin­ter brau­nen Lö­chern lau­ern“. Der Grund für den Nationalsozialismus liegt hier also in der Frustrationserfahrung Adolf Hitlers bzgl. seiner vermeintlichen Homosexualität. Trotzdem gilt der Song in den Kreisen, in denen sich “Die Bandbreite” bewegt, als Beleg für den vermeintlichen “Antifaschismus” der Band.

Dieser kurze Einblick in die wirre Welt der “Bandbreite” sollte genügen, die Ziele der Ruhrfestspiele mit denen der Band als unvereinbar zu erkennen. Wir wissen um die Kurzfristigkeit dieser Anmerkung und die Schwierigkeit, in einer so großen Organisation wie der der Ruhrfestspiele eine Ausladung zu beschließen. Wir bitten sie dennoch darum, “Die Bandbreite” nicht bei ihnen auftreten zu lassen, Verschwörungstheorien, sexistischen Männerphantasien, Schwulenfeindlichkeit, der Relativierung des Nationalsozialismus und Antisemitismus keine Bühne zu bieten.

autonome Antifaschist_innen aus dem nördl. Ruhrgebiet / antifa.recklinghausen

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Antifa-Stadtspaziergang #6 in Datteln http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/03/20/antifa-stadtspaziergang-6-in-datteln/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/03/20/antifa-stadtspaziergang-6-in-datteln/#comments Sun, 20 Mar 2011 13:29:25 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/03/20/antifa-stadtspaziergang-6-in-datteln/ In den Abendstunden des 17.03.11 fand in Datteln der nunmehr sechste antifaschistische Stadtspaziergang von Antifaschist_innen aus dem nördlichen Ruhrgebiet statt. Die Hohe Straße hinauf und später im Bogen durch die südliche Innenstadt zurück wurden dabei wieder einige hundert antifaschistische Aufkleber aus der Region verklebt. Um zu verdeutlichen, dass Antifaschist_innen neonazistische Jugendkulturen auch abseits von organisierten Strukturen nicht tolerieren, wurde auch in Datteln das Motiv „Den Abwasch machen – Den Nazis im Kreis RE nachsetzen“ gewählt. Anlässlich des anstehenden sechsten Jahrestages der Ermordung des Neonazigegners Thomas „Schmuddel“ Schulz in Dortmund und der alljährlichen antifaschistischen Demonstration in Gedenken an die Tat wurde außerdem das Mobilisierungsmaterial der Dortmunder Antifas verklebt, um die Demo zu unterstützen.

Die bisherigen antifaschistischen Stadtspaziergänge fanden 2 mal in Haltern (#1/#2), 2 mal in Recklinghausen (#3/#4) und zuletzt in Herne (#5) statt. Fotos sind aus technischen Gründen erst in Kürze verfügbar.

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ASJ-Tresen im März: Ruhraufstand 1920 http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/03/15/asj-tresen-im-maerz-ruhraufstand-1920/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/03/15/asj-tresen-im-maerz-ruhraufstand-1920/#comments Tue, 15 Mar 2011 11:22:12 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/03/15/asj-tresen-im-maerz-ruhraufstand-1920/ Am 27.03.2011 findet der nächste Schwarz/Rote Tresen der ASJ Herne/ Recklinghausen im Alternatives Kulturzentrum Recklinghausen um 18 Uhr statt. Dieses Mal mit einem Referenten der über die Ruhrkämpfe von März 1920 spricht.

weiterlesen bei der ASJ Herne/Recklinghausen

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Antifaschistischer Stadtspaziergang aus der Winterpause zurück http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/02/19/antifaschistischer-stadtspaziergang-aus-der-winterpause-zurueck/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/02/19/antifaschistischer-stadtspaziergang-aus-der-winterpause-zurueck/#comments Fri, 18 Feb 2011 23:49:55 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/02/19/antifaschistischer-stadtspaziergang-aus-der-winterpause-zurueck/ Am Abend des 16. Februar trafen sich nun zum vierten mal ( #1/#2/#3 ) autonome Antifaschist_innen in der Recklinghäuser City zu einem antifaschistischen Stadtspaziergang. Dabei wurden mehrere hundert Aufkleber mit antifaschistischen Motiven verklebt, die dazu auffordern, den verbliebenen Neonazis im Kreis Recklinghausen auch in Zeiten des Zerfalls ihrer Organisationsstrukturen auf die Pelle zu rücken. („Den Abwasch machen – Den Nazis im Kreis RE nachsetzen!“)
Damit meldet sich der antifaschistische Stadtspaziergang aus der witterungsbedingten Winterpause zurück. Das Motiv ist übrigens ab jetzt bei Antifas aus der Region für einen Selbstkostenpreis in großer Stückzahl erhältlich.


Der antifaschistische Stadtspaziergang auf dem Markt


Den Abwasch machen – den Nazis im Kreis RE nachsetzen !

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Recklinghäuser Szene-Mailorder Schwarze Socke wieder verfügbar http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/02/15/recklinghaeuser-szene-mailorder-schwarze-socke-wieder-verfuegbar/ http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/02/15/recklinghaeuser-szene-mailorder-schwarze-socke-wieder-verfuegbar/#comments Tue, 15 Feb 2011 16:51:01 +0000 antifarecklinghausen Allgemein http://antifarecklinghausen.blogsport.de/2011/02/15/recklinghaeuser-szene-mailorder-schwarze-socke-wieder-verfuegbar/ Nach einer längeren Auszeit ist der Mailorder aus Recklinghausen, der durch Stände z.B. auf diversen Antifa-Festivals oder ähnlich gelagerten Veranstaltungen bekannt ist, nun wieder im Internet verfügbar. Dort gibt es neben Buttons, Aufnähern und Aufklebern auch Klamotten und Lektüre sowie eine Auswahl an Tonträgern und Konzerttickets fürs autonome und subkulturelle Publikum. Schaut einfach mal rein !


http://www.schwarzesocke.com

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