36 Schreckgespenster ziehen durch unsere Stadt

Gegen den für Samstag, den 14.05. angekündigten Aufmarsch von Neonazis haben wir in einem antifaschistischen Bündnis zu Protesten aufgerufen. Durch unsere Recherche- und Pressearbeit haben wir die als „Bürgerinitiative gegen Kindesmissbrauch“ firmierenden Organisator_innen des Aufmarsches als auch auch ihre Forderungen als neonazistisch enttarnt und den Missbrauch der Interessen der Opfer von sexueller Gewalt skandalisiert. Verschiedene Initiativen von der Stadt bis zur Kirche als auch wir als autonome Antifaschist_innen organisierten daraufhin Gegenaktivitäten in der Recklinghäuser Innenstadt. Nach einwöchiger Mobilisierungszeit unsererseits fanden sich dann etwa 70 Antifaschist_innen am Treffpunkt der Neonazis, dem Recklinghäuser Hauptbahnhof, ein, um sie gebührend zu empfangen. Entgegen der restlichen Akteur_innen an diesem Tag war für uns klar, dass wir unseren Protest direkt an die Nazis tragen und ihren Aufmarsch soweit als möglich erschweren wollten. (mehr…)

Nachtrag Thilo Sarrazin am 3. Mai in Waltrop

Zum Sarrazin-Auftritt Anfang Mai hat die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung einen Artikel veröffentlicht, der sich mit den neusten Entwicklungen um Sarrazin, den Auftritt in Waltrop sowie Rassismus und Sozialdemokratie beschäftigt. Daher an dieser Stelle ein Verweis auf den bsz-Artikel Sozialdemokratische Meinungsvielfalt.

Bereits am 25. Mai gehts weiter in der bundesweiten Antifa-Kampagne gegen Auftritte Sarrazins. In Aachen will der rassistische SPD-Politiker mal wieder sein Buch „vorstellen“. Aachener Antifas rufen unter dem Motto „Kein Raum für rassistische Hetze!“ zu Gegenaktivitäten auf. Antirassistische Grüße nach Aachen!

Ihre Meinung zu Sarrazin haben autonome Antifaschist_innen aus dem nördlichen Ruhrgebiet in einem Flugblatt gegen die Waltroper Veranstaltung zusammengefasst. Der Text des Flyers: (mehr…)

Neonazis wollen am 14.05. in Recklinghausen aufmarschieren!

Wie erst jetzt bekannt wurde, planen Neonazis aus dem nördlichen Ruhrgebiet unter dem Motto „Opferschutz statt Täterschutz!“ einen Aufmarsch gegen „Kinderschänder“ am 14.05. Treffen wollen sie sich um 14 Uhr am Recklinghäuser Hauptbahnhof. Die Neonazis verbergen sich in ihren Aufrufen hinter dem Namen „Bürgerinitiative gegen Kindesmissbrauch!“. Auf einer von Neonazis in sozialen Netzwerken ausgetauschten Mobilisierungs-Grafik fungiert die 35jährige Marion Reinert aus Datteln als presserechtlich Verantwortliche. Reinert kandidierte 2009 für die NPD im Wahlkreis Recklinghausen zur Bundestagswahl und ist vernetzt mit den örtlichen parteifreien Neonazis der gewaltbereiten „Autonomen Nationalisten“.

Mit dem Thema „Neonazismus und Pädophilie“ beschäftigte sich erst kürzlich die antifa.marl in einem Artikel. Dort geht es auch in drei aktuellen Fallbeispielen um die Doppelmoral von Neonazis, die in der Kameradschaft die „Todesstrafe für Kinderschänder“ fordern, um ihre eigenen sexuellen Neigungen zu verschleiern.
Den Neonazis darf die vermeintliche Sorge um sexuelle Selbstbestimmung nicht abgenommen werden. Es geht ihnen nicht um Schützen, sondern um Strafen, nicht um das individuelle Leid, sondern um die völkisch-ideologische Reproduktionsfunktion von Kindern. Es geht ihnen nicht um sexuelle Befreiung, sondern um autoritäre und kollektive Triebkontrolle.

Wir werden den Neonazis und ihren Sehnsüchten nach Strafe und starkem Staat unsere Perspektive auf sexuelle und politische Emanzipation antworten. Feministischer Antisexismus verteidigt körperliche, sexuelle und politische Integrität von Menschen, nicht die barbarische Selbstunterdrückung des zum Volk ausgerufenen Zwangskollektivs des Nationalsozialismus. Ein solcher Antisexismus ist notwendig radikal antifaschistisch.

Zeigen wir den Neonazis, was wir von ihrer heuchlerischen Sexualmoral halten! Haltet Augen und Ohren zur weiteren Entwicklung offen und beteiligt euch an den Gegenaktivitäten zum Neonaziaufmarsch am 14.05. in Recklinghausen!

Die Mobilisierung gegen den Aufmarsch läuft über die Internetadresse weramlautestenbruellt.blogsport.de

Fans von „Die Bandbreite“ attackieren protestierende Antifaschist_innen

Autonome Antifaschist_innen haben anlässlich des von der antifa.recklinghausen skandalisierten Auftritts des HipHop-Duos „Die Bandbreite“ auf der Eröffnungsfeier der Recklinghäuser Ruhrfestspiele am 01. Mai gegen die von der Band verbreiteten kruden Verschwörungstheorien, Antiamerikanismus und Antizionismus protestiert. Nach unseren Informationen postierten sich die Protestierenden mit einem Transparent, einer Fahne der USA und einer Fahne des Staates Israel in die Nähe des Auftrittsortes. Als die Bandbreite-Gegner_innen von Fans der Combo bemerkt wurden, gingen diese auf die Antifaschist_innen zu. Dann wurde versucht, Transparente und Fahnen zu entwenden, indem sie die Antifaschist_innen körperlich attackierten. Dies hatte eine kleine Rangelei zur Folge, in deren Verlauf sich gegen die Angreifer_innen gewehrt und die entwendeten Utensilien zurück in den Besitz der Protestierenden gebracht werden konnten. Außerdem griffen zusehende Besucher_innen ein und drängten die Angreifer_innen teilweise zurück. (mehr…)

Sarrazin kommt erneut ins nördl. Ruhrgebiet

Am Dienstag, den 03. Mai soll in der Waltroper Stadthalle ab 19:30 Thilo Sarrazin erneut die Gelegenheit bekommen, seine platte rassistische Hetze dem geneigten deutschen Publikum vorzustellen. Obwohl die große Aufregung um seine Schrift „Deutschland schafft sich ab“ mittlerweile verflogen war, bieten auch die neusten Entwicklungen rund um den Salonrassisten genügend Stoff, sich dem Thema erneut zu widmen. Bereits am 04. November vergangenen Jahres demonstrierten Antifaschist_innen in Recklinghausen anlässlich einer Sarrazin-Veranstaltung lautstark ihren Unmut über die kultur- und ökonomierassistischen Provokationen Sarrazins. Zwischenzeitlich erregte seine Frau, Ursula Sarrazin, öffentliche Proteste. Sie arbeitete als Grundschullehrerin und war für ihre autoritären Methoden bei ihren Schüler_innen gefürchtet. Über die Eltern, die sich bei der Schule beschwert hatten, ließ sie dann in der Bildzeitung verbreiten, „zwei bis 3 Eltern türkischer Kinder“ würden „üble Nachrede“ gegen sie üben und verteidigte ihre Methoden. Infolge der weiteren Debatte quittierte sie dann ihren Dienst. Es bleibt zu befürchten, dass auch sie sich in einem Buch an die geneigte Öffentlichkeit wenden wird, um ihre rechten Ansschauungen zu Pädagogik, Autorität und „dumme Schüler“ zu verbreiten. Aktuell wurde nun das SPD-Parteiausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin eingestellt – er habe sich nicht diskriminierend gegen Migrant_innen geäußert.

Trotz dem Gezeter der Deutschen für oder wider Parteiausschluss, um „Diskriminierung“, ihren „Ja, aber“-Rassismus oder den Reaktionen linker Gutmenschen, die der „ökonomischen Überflüssigkeit“ von Migrant_innen ihre ökonomische Nützlichkeit für Deutschland gegenüberstellen: Wir wollen auf eine Perspektive der Befreiung von einer Ordnung, die Menschen in rassistische Kategorien einteilt, ihren gesellschaftlichen Nutzen bemisst und sie auf die vermeintlichen Sachzwängen des Marktes einpasst, pochen.

Deshalb rufen wir dazu auf: Kommt alle zu den Protesten gegen die neuerliche „Buchvorstellung“ von Thilo Sarrazin! Wider den rassistischen Normalzustand! Rassismus hat Struktur und Akteure!

Informiert euch lokal über die Treffpunkte der Anreise.

Autonome Antifaschist_innen aus dem nördlichen Ruhrgebiet, antifa.recklinghausen

Eine Anmerkung zum Auftritt von “Die Bandbreite”

Am 01. Mai findet bei den Eröffnungsfeierlichkeiten zu den Ruhrfestspielen am Recklinghäuser Ruhrfestspielhaus unter anderem auch ein Konzert mit der HipHop-Kombo “Die Bandbreite” statt. Die Ruhrfestspiele werden zur Hälfte von der Stadt Recklinghausen, zur anderen Hälfte vom Deutschen Gewerkschaftsbund veranstaltet. Vor dem Hintergrund des 1. Mai als Tag von Arbeitskämpfen sollen dort verschiedene Kunstformen, Sprachen und Kulturen zusammengeführt werden.

“Die Bandbreite” stehen diesem Anliegen fundamental entgegen. (mehr…)

Antifa-Stadtspaziergang #6 in Datteln

In den Abendstunden des 17.03.11 fand in Datteln der nunmehr sechste antifaschistische Stadtspaziergang von Antifaschist_innen aus dem nördlichen Ruhrgebiet statt. Die Hohe Straße hinauf und später im Bogen durch die südliche Innenstadt zurück wurden dabei wieder einige hundert antifaschistische Aufkleber aus der Region verklebt. Um zu verdeutlichen, dass Antifaschist_innen neonazistische Jugendkulturen auch abseits von organisierten Strukturen nicht tolerieren, wurde auch in Datteln das Motiv „Den Abwasch machen – Den Nazis im Kreis RE nachsetzen“ gewählt. Anlässlich des anstehenden sechsten Jahrestages der Ermordung des Neonazigegners Thomas „Schmuddel“ Schulz in Dortmund und der alljährlichen antifaschistischen Demonstration in Gedenken an die Tat wurde außerdem das Mobilisierungsmaterial der Dortmunder Antifas verklebt, um die Demo zu unterstützen.

Die bisherigen antifaschistischen Stadtspaziergänge fanden 2 mal in Haltern (#1/#2), 2 mal in Recklinghausen (#3/#4) und zuletzt in Herne (#5) statt. Fotos sind aus technischen Gründen erst in Kürze verfügbar.

ASJ-Tresen im März: Ruhraufstand 1920

Am 27.03.2011 findet der nächste Schwarz/Rote Tresen der ASJ Herne/ Recklinghausen im Alternatives Kulturzentrum Recklinghausen um 18 Uhr statt. Dieses Mal mit einem Referenten der über die Ruhrkämpfe von März 1920 spricht.

weiterlesen bei der ASJ Herne/Recklinghausen

Antifaschistischer Stadtspaziergang aus der Winterpause zurück

Am Abend des 16. Februar trafen sich nun zum vierten mal ( #1/#2/#3 ) autonome Antifaschist_innen in der Recklinghäuser City zu einem antifaschistischen Stadtspaziergang. Dabei wurden mehrere hundert Aufkleber mit antifaschistischen Motiven verklebt, die dazu auffordern, den verbliebenen Neonazis im Kreis Recklinghausen auch in Zeiten des Zerfalls ihrer Organisationsstrukturen auf die Pelle zu rücken. („Den Abwasch machen – Den Nazis im Kreis RE nachsetzen!“)
Damit meldet sich der antifaschistische Stadtspaziergang aus der witterungsbedingten Winterpause zurück. Das Motiv ist übrigens ab jetzt bei Antifas aus der Region für einen Selbstkostenpreis in großer Stückzahl erhältlich.


Der antifaschistische Stadtspaziergang auf dem Markt


Den Abwasch machen – den Nazis im Kreis RE nachsetzen !

Recklinghäuser Szene-Mailorder Schwarze Socke wieder verfügbar

Nach einer längeren Auszeit ist der Mailorder aus Recklinghausen, der durch Stände z.B. auf diversen Antifa-Festivals oder ähnlich gelagerten Veranstaltungen bekannt ist, nun wieder im Internet verfügbar. Dort gibt es neben Buttons, Aufnähern und Aufklebern auch Klamotten und Lektüre sowie eine Auswahl an Tonträgern und Konzerttickets fürs autonome und subkulturelle Publikum. Schaut einfach mal rein !


http://www.schwarzesocke.com



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (3)